Über mich ...
...oder wie ich zur Imkerei gekommen bin.
| Ich entstamme einer Imker-Familie und habe zwei Geschwister. Unser Vater hat ca. 20 Jahre lang leidenschaftlich die Imkerei als Hobby-Imker ausgeübt. Jetzt sagen Sie lieber Besucher: ganz klar, da wächst die Tochter mit den Bienen auf.....das schon, aber mit großem Abstand von seinem Bienen-Hobby. Ich wollte bis zum Tage X, an dem mein Vater sagte, er hört aus gesundheitlichen Gründen mit der Imkerei auf, nichts von Bienen wissen. Honig esse ich gerne, aber das Gesummse und die schmerzhaften Stiche muß ich mir nicht antun. Gut, 2007 war es dann doch soweit, plötzlich keinen eigenen Honig mehr, kein Gesummse im Garten. |
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Das geht nicht, da fehlt doch was!
Kurz entschlossen habe ich mir gesagt, sei mal mutig; versuch's einfach und habe mir zwei Bienenvölker gekauft, über Bekannte einen Imkerpaten vermitteln lassen und los gings.
Zwei Jahre bin ich ihm sozusagen nachgelaufen und habe vieles gelernt. Erst haben wir an seinen Bienen gearbeitet, dann habe ich das Erlernte an meinen Bienen umgesetzt. Im 3. Jahr hatte ich dann mitlerweile 10 Bienenvölker. Heute i. J. 2011 sind es 22 Bienenvölker, die von mir gehegt und gepflegt werden. Zugegeben, die Stiche sind in den ersten zwei Jahren sehr schmerzhaft und die Schwellungen an Fuß und Hand teilweise unerträglich gewesen. Aber ich kann bestätigen, ich bin inzwischen fast immun gegen die Bienenstiche und die Bienen haben mit mir schon lange Freundschaft geschlossen! Und gelernt habe ich, das Gesummse ist wichtig, sonst gibt es nämlich keine Bienen mehr.
2010 bin ich einem Imkerverein beigetreten. Dieser Verein traf sich 1x jährlich zur Jahreshauptversammlung. Gut, das mußte geändert werden. Nachdem ich 2010 auch gleich zur 1. Vorsitzenden gewählt wurde (hat sich ja jeder um diesen Posten gerissen), habe ich den "Praxis-Stammtisch" eingeführt. Wir arbeiten in der Saison an den Bienen abwechselnd bei dem einen, dann beim nächsten Imker. Man lernt sich besser kennen -auch privat-, bekommt Ideen, tauscht sich aus und es weitet sich der Horizont über die unzähligen Themen der Bienenhaltung. Die Anfänger, sowie unsere erfahrenen "Alt-Imker-Hasen" sind begeistert.
Übrigens befindet sich unser Imkerverein am nördlichsten Zipfel Bayerns.
Ebenfalls im Januar 2010, eigentlich noch vor dem Vereinsvorsitz, standen Neuwahlen in der Kreisvorstandschaft an. Da auch diese Posten gern genommen werden, hat man mich vorgeschlagen, und ich konnte natürlich nicht ablehnen. Ich dachte mir, das schaffe ich. Nun ist, meine ehrenamtlichen Tätigkeiten betreffend, fast Halbzeit. Es macht immer noch Spaß und man(n)/Frau lernt nur dazu.
Ich wünsche allen eine erholsame Verschnaufpause und viel Kraft, Freude und natürlich Erfolg für die nächste Bienensaison.